Bin da und ziemlich müde

Um fünf war die nacht zu Ende. Die letzten Sachen und Kabel gepackt und Hermann brachte mich zum Bahnhof. Der Himmel weinte zum Abschied und ich auch. Je älter ich werde, desto schwerer ist Abschied nehmen. Kein Problem in Hagen und der ICE war auch superpünktlich. Ich hatte auf dem Wagenstandsanzeiger meinen Wagen schnell gefunden. Meiner hatte die Nr. 27. Zum Verständnis: das Bordrestaurant hatte Nummer 26. Nun waren die Wagen umgekehrt worden, so dass ich in Wagen Nr. 25 eingestiegen bin und ich durch das Restaurant in meinen Wagen gekommen bin. jetzt kommt die eigentliche Geschichte. vor mir stieg eine Frau, etwa 35, ein gegen die ich noch eine schlanke Tanne bin. sie hatte auch einen Schrankkoffer mit sich. Sie mußte auch in den Wagen 27. Der vordere Teil des Restaurant ist eher ein Bistro, dann kommt ein schmaler Gang an der Küche vorbei und dann Teil wo man sitzen kann. Der Koffer war zu groß und die Frau zu dick. Sie blieb im Gang stecken. Oh Gott war das peinlich. Irgendwie Wand sie sich daraus und ließ mich vorbei. Sie wartete bis Wuppertal HBF und ging dann von außen in ihr Wagon und setzte sich mit einem herzerfrischenden ansteckenden Lachen in ihren Sitz. Ihr war das keineswegs peinlich. In Offenburg kamen wir 15 min später an, da wir eine andere Route nehmen mussten. Jemand hatte ich vor den Zug geworfen. Um eins war ich dann da. Es gab sofort Mittagessen und um 14.00 die Aufnahme. Von 15.00 - 16.30 Uhr eine umfangreiche Eingangsuntersuchung. Um 17.00 Uhr waren die Koffer da, beide, und dann gab es schon Abendessen. Ich habe heute wieder soviel Zettel ausgefüllt. Ich habe den Überblick verloren. Meine täglichen Aufgaben sind: Jeden morgen nüchtern mein Gewicht messen Morgens und abends meinen Blutdruck und Puls messen Vier mal am Tag mit einem Peak Flow Meter mein lungenvolumen testen und dokumentieren. In einem persönlichen Postfach werden die Therapiepläne für mich hinterlegt. Ich habe mich voll ballern lassen mit Anwendungen. Dann ist der tag nicht so lang. Das Zimmer ist ok. Leider unbequeme Stühle und nur eine Sommerbettdecke. Na, warten wir mal die nacht ab. Mal sehen, was mich morgen so erwartet.

1 Kommentar 4.1.12 19:37, kommentieren

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Letzter arbeitsreicher Tag!

Was man alles hinbekommt, wenn man unter Zeitdruck steht, ist doch enorm. Aber ich habe meinen Arbeitszettel für heute abgearbeitet:

Zwei Maschinen Wäsche und Bügeln,
Arztbesuch, um den ICH-BIN-FIT-FÜR-DIE-KUR Zettel abzuholen,
Apotheke,
Kaufpark,
Putzen: Unten und Oben Staub putzen, Saugen, wischen, Treppe, Badezimmer, Kinderbad, Gästeklo,
Kühlschränke ausgewaschen,
Schreibtisch aufgeräumt,
Sachen fürs Handgepäck zusammen gesucht,
Handtasche, Unterlagen, Fahrkarte,
Kabelgedöns für sämtliche technischen Gerätschaften gesucht,
Flüge für den Sommerurlaub auf Teneriffa gebucht,
Diskussionen mit meinem Sohn geführt, damit er glücklich ist und somit im Sommer auch noch nach Mallorca fährt,

und jetzt hoffe ich einfach, dass ich nichts vergessen habe!


1 Kommentar 3.1.12 21:08, kommentieren

Beide Koffer sind abgeholt.......



.......nun wollen wir auch mal hoffen, dass sie ankommen. Die Koffer werden mit dem Hermes Gepäckdienst von Haus nach Haus in den Schwarzwald zur Kurklinik befördert. Ich kann über Hermes nicht viel sagen, ob zuverlässig oder nicht, aber es ging schon ganz gut los, heute morgen.
Pünktlich um zehn klingelte der Hermes- Bote und verbreitete mit seinem schwungvollen und heiterem Guten Morgen eine gute Laune. Die schwand merklich, als er meine beiden Schrankkoffer sah, die er nun transportieren sollte. Nun habe ich das Glück wirklich große Koffer zu haben.


Es kam auch heraus, dass einer von ihnen ein Harry Potter Koffer ist. Eigentlich war er schon bis an den Rand voll gepackt, ( ich habe schon drücken müssen, dass er zu geht),  aber ich schaffte es noch, ohne Mühe, einen Fön, ein Kissen, einen Dreierstecker und meine Thermotasse aus London, eine Packung Teebeutel, meine Hausschlappen und vier Päckchen Tempos hinein zu bekommen. Wie gesagt, ganz ohne Mühe. Irgendwie nicht zu glauben.

Der Hermesbote und ich stellten dann fest, dass er nur den Auftrag hatte, einen Koffer mitzunehmen und machte das dafür vorgesehene Bändchen an den Griff. Auf meine Frage, was mit dem anderen Koffer geschehe, stand er etwas ratlos da. Ich zeigte ihm dann meine Durchschrift und er nahm ihn ohne Bändchen mit. Ich habe zwar meinen Namen am Koffer, aber ich bin ja eher der Skeptiker. In dem Koffer mit dem Bändchen sind die Dinge, die man entbehren könnte. Meine Klamotten, die wichtig sind, sind im Koffer ohne Bändchen. Was nutzt das Aufregen -> gar nix.


Morgen muss ich nur noch ein bisschen putzen,
einen Arbeitszettel für meine zurückbleibenden Männer schreiben, und mein Handgepäck packen. Dort hinein kommt die Schmuggelware wie Laptop, Handy und I-pad. Ganz ohne Außenweltkontakt kann ich nicht.
Heute geht es mir besser als gestern, denn das Heimweh kann ich ganz gut unterdrücken. Außerdem habe ich soviel positive Aufmunterung von vielen Freunden und Bekannten bekommen, dass ich ganz sprachlos bin.


1 Kommentar 2.1.12 20:44, kommentieren

Zwei Koffer im Flur und ein Vielfaches an Heimweh!!

Fast alles fertig, bis auf Kleinigkeiten, wie Ladekabel, Sicherheitsnadeln, Tempos, Stifte, Wärmetasse etc. Die beiden Koffer stehen im Flur und warten darauf morgen abgeholt zu werden. 


Mir geht es nicht ganz so gut.
Wenn ich den Tag über etwas zu tun habe, ist es nicht so schlimm, aber das Heimweh hat jetzt schon von mir Besitz ergriffen. Ich habe das nicht für möglich gehalten, da ich doch 6 Anträge auf diese Reha warten musste. Aber wenn es dann so gemütlich ist, mit Kamin und Kerzenschein, möchte ich gar nicht fahren.
Der Trost ist, dass Theresa in der Nähe ist und sie mich besuchen wird.
Dann hasse ich es mit dem Zug zu fahren. Nur gut dass keine sibirische Kälte ist und die deutsche Bahn eine Chance hat, dass die Züge fahren.

Jetzt suche ich mir noch ein kleines Kissen und hoffe es paßt noch in den Koffer.

1 Kommentar 1.1.12 20:41, kommentieren

Mittwoch nähert sich mit großen Schritten

OK, so ein bisschen flau im Magen war mir immer, wenn ich an meine Kur gedacht habe.   So langsam wird es aber ernst. Es sind nämlich nur noch 5 Tage, dann bin ich schon im Schwarzwald. Und im Grunde weiß ich es immer noch nicht, ob ich es wirklich will. Aber es gibt ja kein zurück mehr.

Es ist vergleichbar mit einem Auftritt auf der Bühne, wenn ich solistisch zu tun habe. Dann habe ich auch Magengrummeln und ich biete jedem, der in der Nähe ist Geld an, damit er für mich auf die Bühne geht. Aber es hilft nichts, ich muss selber dadurch. Und sobald ich den ersten Ton gesungen habe, ich mein Publikum vor mir sehe, die mich anschauen, sobald ich angefangen habe mit meinem Publikum zu flirten, ist meine Aufregung wie weggeblasen. Keinerlei Magengrummeln, kein Ich-muss-dringend-zum-klo-Gedanke, sondern nur noch Spaß und Freude zu singen.
Ich hoffe und denke, dass es mit meiner Kur ebenso sein wird.

Ganz praktisch ist jetzt ein Koffer fix und fertig. Heute habe ich einen Bügelmarathon eingelegt und will morgen Koffer nr.2 packen. Dann gehe ich Silvester feiern ( leider nicht mit übermäßigem Sektgenuss), um mit klarem Kopf die restlichen Dinge zu verstauen. Das ist der Plan. Schön, dass sich Pläne auch durchaus ändern lassen.
Der Plan ist auch in der Silvesternacht noch nach Hause zu fahren, aber Christel hat auch schon das Gästezimmer fertig.

Heute war ich bei Liebald, um mir feste Schuhe zu kaufen. Als ich den Preis sah, bin ich ja rückwärts wieder raus 170 Euro für ein Paar feste Schuhe. Ich wollte den Laden nicht kaufen!
Da gehe ich doch lieber zu Deichmann und hole mir da meine Schuhe. Und jetzt kommt das große ABER!!
Ich denke nicht weit und nicht nachhaltig genug. Ich möchte und will die Schuhe ja auch noch nach der Kur nutzen, weil ich doch wieder laufen und wandern können möchte. Von dem Punkt her sind 170 Euro nicht zu teuer. Ergebnis meiner Überlegungen: ich gehe morgen zum Sportgeschäft und leiste mir die Schuhe. Vielleicht gibt es ja auch einen nachweihnachtlichen Rabatt.

 

1 Kommentar 30.12.11 18:31, kommentieren

Es geht voran!


Heute war ein wirklich schöner Tag. Erst war ich frühstücken mit einer netten Kollegin. Nach drei Stunden reden wunderten wir uns beide, wie die Zeit vergeht. Dann die üblichen Hausfrauentätigkeiten wie Kochen und Einkaufen.

Doch irgendwann mußte ich das tun, was ich schon seit einigen Tagen vor mir her schiebe. Nämlich endlich damit beginnen, die Sachen für die Kur herauszusuchen und zu packen. Und aufschreiben, was noch so fehlt und was ich noch kaufen muss.

Mir fehlt noch ein  Trainingsanzug. Jetzt bastele ich mir aus meinen vorhandenen Klamotten einen Anzug. Man nehme eine der fünf Leggings oder Sporthosen und eine rote Fleecejacke. Das geht wunderbar aus Trainingsanzug durch und muss kein Geld für etwas ausgeben, was ich danach eh nicht wieder tragen werde.

Moregn und übermorgen sind Wasch und Bügeltage. Dann gehe ich ausgiebig Silvester feiern, am sonntag wird die beiden Koffer fertig gepackt, die dann am Montag abgeholt werden.

1 Kommentar 27.12.11 21:04, kommentieren

Wochencountdown: Noch 7 Tage

Die ersten Dinge für den koffer habe ich schon zusammengsucht und habe sie schon eingepackt. Alles Sachen, die ich jetzt nicht benötige. Badeanzüge, Sportschuhe etc. sind auf der Liste abgehakt.

Die nächsten Tage werde ich dann auch noch mit verschiedenen Besuchen und verbringen. Wäsche und Hausaufräumen gehören auch dazu. Und dann freue ich mich einfach nur, allen Unkenrufen zum Trotz.

26.12.11 14:09, kommentieren